Gut besuchter Vortrag über Artemisia annua beim NHV Mühlacker
Die Menschen sehnen sich nach einer Alternative
Am 26.3.2025 fand im Mehrgenerationenhaus im Seniorenheim St. Franziskus der monatliche Vortrag des Naturheilvereins Mühlacker statt. Thema war die Pflanze Artemisia annua – der einjährige Beifuß und seine heilsame Wirkung. Offensichtlich hat sich der Wert dieser Heilpflanze schon herumgesprochen, denn der Saal im UG war so voll wie noch nie, es kamen über 70 Besucher!
Die Referentin Dr. Katharina Madrid aus Freiburg berichtete von ihren Erfahrungen in Afrika, die sie mit der Züchtung A-3 (Artemisia – annua – anamed) des Netzwerks anamed (Aktion natürliche Medizin in den Tropen) macht. Diese Züchtung ohne Gentechnik enthält den 20-fachen Wirkstoffgehalt der Wildpflanze, zudem wird sie wesentlich höher und blüht später, so dass sie viel mehr Blätter ausbilden kann und sie wächst in den Tropen. Dort wird sie v.a. gegen Malaria eingesetzt und ist hoch wirksam.
Sie ist für die Bevölkerung günstig anzubauen und bildet keine Resistenzen wie Medikamente, die lediglich den Auszug eines einzelnen Wirkstoffes verwenden. Zudem wird sehr auf Qualität in Ernte und Verarbeitung geachtet.
Dr. Katharina Madrid und Dr. Hans-Martin Hirt von anamed ist es ein Anliegen, den Menschen wirklich zu helfen und einfache, umsetzbare Lösungen zu finden. Leider wird das nicht in allen afrikanischen Ländern gerne gesehen – in manchen Ländern ist es verboten, Artemisia annua anzubauen und in Verkehr zu bringen. So leider auch hier in Deutschland geschehen – während der Corona-Zeit wurde der Verkauf der Pflanze auch hier untersagt, obwohl (oder weil?) sie nachweislich gegen das Virus geholfen hätte! Die Wirkstoffe verhindern den so gefürchteten Zytokinsturm und fördern das Immunsystem, indem sie die Zahl der natürlichen Killerzellen um 250% erhöhen.
Artemisia annua ist auch bei folgenden Beschwerden wirksam: Candidapilz, Vireninfekte, Rheuma, Borreliose, Bronchitis, Fieber, Darmbeschwerden, Darmwürmer, Hämorrhoiden, Lupus, manchmal auch bei Neurodermitis, Psoriasis und Fibromyalgie. Sogar gegen Krebs kann die Pflanze eingesetzt werden. Das hängt mit ihrer Affinität zu Eisen zusammen – Krebszellen speichern viel Eisen und das Molekül Artemisinin wird davon angezogen und bewirkt dann den Zelltod (Apoptose) der Krebszellen. Außerdem wird die tumorale Angiogenese gehemmt, d.h. die Blutversorgung der Tumorzellen wird verringert. Im Artemisiatee sind 20 verschiedene antitumorale Wirkstoffe enthalten!
Dr. Katharina Madrid erklärte genau, wie man die Pflanze anbaut, erntet und verarbeitet zu Tee, Pulver und Salbe, nannte die empfohlenen Dosierungen und jeder Teilnehmer bekam ein kleines Pflänzchen mit nach Hause. Bei guten Bedingungen kann sie in unseren Gärten gut zwei Meter hoch werden.
Ute Bauer, NHV Mühlacker