Der Naturheilverein Esslingen veranstaltete am 12. Oktober den Tag der Naturheilkunde in einer Abendveranstaltung mit zwei Vorträgen und leckeren gesunden Häppchen und Getränken.

Sehr viele interessierte Besucher strömten an diesem Abend in die Vortragsräume. Nach der Begrüßung der 1. Vorsitzenden Elke Wörfel ging es im ersten Vortrag um „Natürliche Lebensmittel – Lebensmittelkennzeichnungen besser verstehen“ mit Steffen Gabelmann, Personaltrainer und Ernährungsberater. Hier wurde schnell klar, dass die Lebensmittelkennzeichnungen sehr verwirrend sind und vieles geschickt verpackt wird. Viele verschiedene Zuckerbezeichnungen und unerwünschte Zusatzstoffe in den Produkten werden versteckt deklariert. Auch der vor ein paar Jahren eingeführte „Nutri-Score“ gibt nicht wirklich Auskunft ob das Produkt hochwertig und gesund ist. Interessant waren die Hintergründe der verschiedenen Siegel. Bei Produkten mit Demeter, Bioland und Naturland Zertifizierung ist man auf der sicheren Seite. Zum Schluss gab es praktische Tipps wie und wo am besten eingekauft wird. Zum Beispiel möglichst frische unverpackte Lebensmittel auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Erzeuger einkaufen. Auf jeden Fall sollte man Produkte aus der Massenproduktion vermeiden und auf minimal prozessierte und behandelte Lebensmittel aus dem Supermarkt achten. Nach dem Motto: Augen auf beim Einkauf!

Frau Dr. Bihlmaier, Ärztin für Naturheilverfahren und chinesische Medizin hat mit ihrem Vortrag: „Gesundheitsaktive Kraftnahrung bei Erschöpfung“ die Besucher begeistert. Mit viel Herz und Leidenschaft hat sie den Zuhörern wichtige Informationen über den Darm und unser Immunsystem mit auf den Weg gegeben.  Fleisch wirkt nach der TCM innerlich wärmend bis erhitzend. Das erzeugt einen „Energiestau“ und fördert somit Bluthochdruck, Übergewicht bis hin zu „Zusammenballungen“ (Krebs). Deshalb ist einmal Fleisch in der Woche ausreichend, welches dem altbekannten „Sonntagsbraten“ entspricht. Es wurden viele leckere und schnelle Rezepte zur gesunden Ernährung vorgestellt. Dazu noch bestimmte Kräuter und Gewürze, wie Kardamon, Kurkuma, Anis, Fenchel, Kümmel, die sehr wohltuend und aufbauend für den Darm wirken. Eine gesunde Ernährung geht auch fix und einfach.

In ihrem neu aufgelegen Gesundheits- und Kochbuchbestellers „Tomatenrot + Drachengrün“ mit dem zusätzlichen Schwerpunkt auf entzündungshemmende Ernährung zeigt die Naturärztin und Autorin wie das geht.

Nach den vielen Info-Häppchen zum Staunen gab es auch ein kleines Genuss-Erlebnis für den Gaumen. Frau Dr. Bihlmaier brachte einen „Gruß aus der Küche“ mit. Bei leckeren Häppchen und Getränken hat der gelungene Vortragsabend in lockerer gesprächiger Runde einen tollen Ausklang gefunden.

Elke Wörfel, Vorsitzende NHV Esslingen

 

Rückblick

Dass Nüsse nicht nur köstlich, sondern auch gesund sind, erfuhren die Teilnehmenden am Samstag, den 14. Oktober auf der Aktion des Kneipp- und Naturheilvereins Öhringen e.V. mit Heilpraktikerin Andrea Ruf. Schon eine Handvoll Nüsse pro Tag hat eine positive Wirkung auf Herz und Hirn und Cholesterinspiegel.

Zu probieren gab es auch wieder allerlei: Walnussbutter, kandierte Walnüsse, Walnussbaguette, Tiroler Nusskuchen, Französischer Nuss-Joghurtkuchen, grüne Nüsse-Likör und schwarze Nüsse. Zwischen den beiden Vortragsteilen konnten zahlreiche Nussknacker getestet werden. Das bereitete den Teilnehmer/innen große Freude und führte zu manch einer Diskussion, mit welchem es sich nun am besten knackt.

Mit Rezepten – z.B. auch einem Walnussfußbad gegen Fußschweiß und Fußpilz – und vielen Eindrücken ausgestattet, machten sich die interessierten Teilnehmer/innen nach drei Stunden wieder auf den Heimweg.

Kneipp- und Naturheilverein Öhringen e.V.

Großer Zuspruch beim Tag der Naturheilkunde mit dem Thema „Lebenskraft Natur“

Bei wunderbarem Spätsommer-Wetter konnten wir vom Naturheilverein Spechbach und Umgebung unseren traditionellen Naturheiltag begehen. Wir vier Frauen vom Vorstand hatten schon längere Zeit genau geplant, was wir dafür brauchen. Wir haben unsere Gäste mit Kaffee, Tee und Kuchen bewirtet und konnten dafür Kuchenbäckerinnen gewinnen. Der Eintritt war frei, Kaffee und Kuchen konnte gegen eine kleine Spende genossen werden. Wir haben das Heim des Turnvereins als Veranstaltungsort gewählt, weil das Haus direkt am Spechbacher Waldrand liegt, also mitten in der Natur. Bei Bedarf hätten wir in die Innenräume ausweichen können, was uns bei diesem Wetter erspart blieb.

Um 11 Uhr begann das Event mit einer kurzen Begrüßung der ersten Vorsitzenden Hanne Christ-Zimmermann. Hier wurde insbesondere auf die Bedeutung der Naturheiltage hingewiesen, die wir seit 2008 jährlich mitgestaltet haben. Außer in den Jahren 2020 und 2021 waren wir immer mit dem jeweiligen aktuellen Thema präsent.

Der erste Vortrag galt dem „Lebenselixier Wasser“, der von dem Referenten Michael Bundschuh aus Neidenstein sehr farbenfroh und lebendig gestaltet wurde. Danach folgte Birgit Schneidewind aus Wiesloch, die „Über Bäume“ referierte. Aus ihrem Vortrag ist mir vor allem im Gedächtnis geblieben, dass Bäume eine enorme Kraft haben sich zu regenerieren. Um 13 Uhr sprach Dr. Edith Wolber aus Meckesheim über „die Pflanzen-Heilerinnen Brennnessel und Ringelblume“. Die Brennnessel ist laut Edith eine so wichtige Heilpflanze, das sie wirklich jedermann und jede Frau in ihrem Garten haben sollte. Um 14 Uhr folgte der Vortrag „Über die Bienen: das süße Leben mit den Bienen und dem Honig“. Hierfür konnten wir Niko Buhmann aus Hilden in Westfalen gewinnen, der so leidenschaftlich über seine Bienenfreunde sprach, dass selbstverständlich später auch sein Honig gekauft wurde. Um 15 Uhr machte Birgit Ruhe-Püll aus Spechbach den Abschluss mit den „Elementen“. Dafür wanderten die TeilnehmerInnen an einen kleinen Bachlauf ganz in der Nähe und lauschten Birgit und dem Bach andächtig.

Es waren laufend 20 – 30 Gäste bei uns, im Wechsel mal mehr, mal weniger. Es war also ein Kommen und ein Gehen. Dazwischen blieb auch Zeit für Gespräche und ein neues Haupt-Mitglied mit Familien-Mitglied ist in unseren Verein eingetreten. So gegen 17.30 Uhr hatten wir alles wieder in unserem Rathauskeller verstaut und konnten zufrieden auf diesen schönen Tag zurückblicken. Ich möchte allen Aktiven danken. Hier vor allem Manfred und Samuel, die uns mit Sonnenschirmen und Zelten versorgten. Bei dieser wirklichen Gluthitze hätten es die Gäste ohne die Bedachung sicher nicht so lange ausgehalten. Danken möchte ich auch Erik, der die Bierbänke abgeholt und hin- und hergefahren hat. Ohne die Bierbänke wäre es nicht so gemütlich geworden!
Wir freuen uns auf viele weitere Jahre mit guten Ideen!

Für den Naturheilverein Spechbach
Hanne Christ-Zimmermann

Der 16. Aktionstag in Folge versöhnte durch gute Besucherzahlen mit den Enttäuschungen der Pandemie-Vergangenheit. Endlich wieder volle Stuhlreihen, begeisterte Menschen, rege Referentenkontakte und anerkennende Worte über eine gelungene Veranstaltung – wie aus vergangener Zeit.

Im ersten Vortrag überzeugte Horst Boss mit seinem Thema „Trotz bunt meist nur noch wenig drin“, und nahm auch die Chemiebomben in Fertigprodukten und die Vitalstoffräuber in Medikamenten unter die Lupe. Der Vitalstoffmangel in unseren Nahrungsmitteln, dafür mehr Zusatzstoffe, erzeugen ein Riesenproblem mit der fatalen Folge, dass der Organismus permanent unterversorgt ist. An mehreren Fallbeispielen überzeugte der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats im DNB, wie ein Mangel an Lebenskraft in Produkten aus der Natur die Zivilisationskrankheiten verursacht.

Der zweite Vortrag des Abends lieferte Lösungen zu den Mangelerscheinungen: Dr. Markus Strauß demonstrierte an zahlreichen Beispielen, wie wir mit essbaren Wildpflanzen aus Natur und Nutzgarten die Defizite auffüllen. Es ist erstaunlich, wie die Natur in ihrer Vielfalt einen gesunden Genuss vom Frühstück bis zum Abendessen beisteuert. Der erfolgreiche Initiator von „Essbaren Wildpflanzen-Parks“ (Ewilpa) ermutigte, jetzt im Herbst vermehrt Sträucher, Bäume und Stauden zu pflanzen, um unabhängiger zu werden vom Vitalstoffmangel aus Supermarktangeboten.

Beide Referenten ernteten großen Applaus und mussten noch viele wissbegierige Fragen beantworten. Die Besucher verfolgten außerhalb der Vorträge noch zahlreich die Angebote an den Infoständen, eines Fachbuchverlags, von gesunden Körperpflege- und Reinigungsmitteln und wir konnten sogar „Trampolinswingen für die Gesundheit“ an mehreren Geräten demonstrieren. Wir sind dankbar und erfreut über die starke Resonanz der Besucher – der schönste Lohn für den hohen ehrenamtlichen Aufwand, der unsichtbar in den Vorbereitungen steckt.

Alois Sauer, Vorstand

Naturheilgesellschaft Stuttgart eV

„Schade, dass es schon vorbei ist, aber wir sehen uns wieder!“ So die einhellige Aussage bei der Verabschiedung nach bestandener Prüfung. Aber natürlich überwiegt die Freude über den neuen Titel gegenüber der Wehmut, dass das gemeinsame Lernen und Erleben während der Ausbildung nun vorüber sind. Jede Menge Lernstoff wurde in den vier Ausbildungswochenenden u.a. in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Hydrotherapie und Wasser, Sportmedizin, Phytotherapie sowie komplementäre Medizinrichtungen wie Homöopathie, Schüssler-Salze und Bachblüten vermittelt. Einen weiteren großen Bereich nimmt die Säule „Lebensordnung“ mit Salutogenese, positiver Psychotherapie und natürlich Entspannungsmethoden ein. Ergänzend dazu Unterricht in der Umweltmedizin, denn was bei den Urvätern Prießnitz und Kneipp  noch kein Thema war, daran kommen wir heute nicht vorbei: Die Strahlenbelastung, der sog. „Elektrosmog“, der zwar unsichtbar und dennoch gravierend auf alle Organismen wirkt. Wieder ein erfolgreicher Kursabschluss 14 glückliche neue DNB-BeraterInnen mit PrüferIn nach bestandener Prüfung. Premiere hatte der Unterricht unseres ärztlichen Leiters Gert Dorschner im Fach Ernährung, denn das langjährige Dozentenehepaar Kaarina und Wolfgang Woll hatte sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der Ernährungsmediziner, in dessen Familie eine gesunde Ernährung seit Generationen Lebensgrundlage ist, empfahl eine ovo-lakto-vegetarische  Vollwerternährung und gab viele Tipps, wie diese umgesetzt werden kann. Altbewährte Ratschläge, „morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“ gehörten ebenso dazu sowie Erkenntnisse aus der Medizin, dass beim Erwachsenen die Fähigkeit, Laktose abzubauen abnimmt und deshalb je nach Empfindlichkeit Kuh-Milchprodukte reduziert oder ersetzt werden sollen. So verabschiedete sich die Gruppe mit dem festen Vorsatz, sich spätestens in einem Jahr wieder zu  treffen. Wir sind gespannt, von welchen Fortschritten und Erfolgen mit dem neu erworbenen Wissen und Titel, die AbsolventInnen dann berichten werden.
Sabine Neff, DNB Bundesgeschäftsführerin

Über 50 naturheilkundlich Interessierte kamen zu unserem Tag der Naturheilkunde am 23.9. nach Wannweil. Über diese Wertschätzung haben wir uns sehr gefreut, unser junger Verein wird am 20.10. ja erst 3 Jahre alt. Unser Motto lautete: Lebenskraft Natur – die innere Natur stärken.

Im Hauptvortrag über das Herz – ein erstaunliches Organ, nahm uns der Referent Dr.med. Streit aus Tübingen mit auf eine Reise zu den neuesten Erkenntnissen über unser Herz. Er sprach von einer „kopernikanischen Wende“, da es wissenschaftlich belegt sei, dass das Herz viel mehr als eine „Pumpe“ ist. Es sei auch ein Stauorgan für den Blutkreislauf und ein fühlendes Organ, denn die Seele reagiere über den Kreislauf. Umrahmt wurden diese Ausführungen von Bezügen zum Werk „Der kleine Prinz“, dessen zentraler Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“ oft sehr trivialisiert werde.

Weiter ging es mit 4 Impulsvorträgen, die als „Appetithäppchen“ für kommende Veranstaltungen gedacht sind. Das ätherische Öl „Orange“ wurde als „Herzöffner“ vorgestellt. Die Wirkung der „Sonne aus der Flasche“, die u.a. stimmungsaufhellend, reinigend, anregend und zugleich beruhigend ist, konnte gleich getestet werden. Die Referentin Katja Tomaschek erklärte, dass dieses Öl die Fülle und das Genährtsein unterstütze und damit perfekt zum Spätsommer passe, denn jetzt werde die Ernte des Jahres eingefahren – innerlich und äußerlich. Nach der verdienten Pause ging es humorvoll mit Übungen aus der Brain Kinetik weiter. Jasmin Kalkofen leitete das Publikum zu Geschicklichkeitsübungen mit verschiedenen Bällen an, die lachenden Gesichter zeigten, wieviel Freude das machte und das ist ja bekanntermaßen auch gut für das Herz. „Sauer macht lustig – was sagt unser Körper dazu“? Hier erklärte die Referentin Helga Schrade einfach und anschaulich, wie unser Stoffwechsel funktioniert und warum ein ausgeglichener Säure-Basenhaushalt so bedeutsam für unsere Gesundheit ist. Den Abschluss bildete die hiesige Heilpraktikerin Katrin Strumpf mit ihren Impulsen zur Selbstliebe. Ihre Aufforderung an das Publikum, in Gedanken 3 Namen aufzuschreiben von Menschen, die einem wichtig sind, führte eindrücklich in das Thema ein, denn niemand der Anwesenden hatte den eigenen Namen und damit sich selbst im Blick. Anschließend zeigte Frau Strumpf auf, wie die Kraft die Selbstliebe auf unsere Gesundheit und unser Herz wirkt.

Mit einem Dankeschön verabschiedete der zuvor in der Mitgliederversammlung wiedergewählte Vorstand (Tim Bialas, Christine Hack) die Besucher. Als „Ernte“ gab es für den Verein 3 neue Mitglieder, das passte auch zum 23.9., an dem das keltische Fest „Mabon“ – Erntedank, gefeiert wird.

Christine Hack (Vorstand Naturheilverein Echazaue Wannweil)

an unsere Ausbildungsdozenten Wolfgang und Caarina Tenhovaara-Woll

Im Jahr 2012 haben wir eine alte Tradition des Naturheilbundes wieder aufgegriffen, nämlich die Schulung von Laien, um mit Hilfe der Naturheilkunde gesund zu bleiben oder zu werden. Seitdem haben rund 450 TeilnehmerInnen die Ausbildung absolviert. Von Beginn an waren für den Bereich „Ernährung“ Wolfgang Woll und seine Frau Caarina Tenhovaara-Woll zuständig und haben viele, viele TeilnehmerInnen begeistert und zur Umstellung der Ernährung bewogen. Es ist die Bruker’sche Ernährung, die das Ehepaar Woll seit Jahrzehnten lebt und dadurch gesund und vital ist. Die Sätze „Fett macht nicht fett“, „Kuhmilch ist gut – für Kälber“ und „Essen und trinken Sie nichts, wofür Werbung gemacht wird“ werden vielen in Erinnerung geblieben sein. Nun hat sich das Ehepaar Woll entschlossen, im Ruhestand in das Heimatland von Caarina Tenhovaara-Woll, nach Skandinavien, zu ziehen und hat deshalb auch die Dozententätigkeit beim Naturheilbund aufgegeben. Das gesamte Team des Naturheilbundes, Vorstand, Präsidium und Bundesgeschäftsstelle, möchten an dieser Stelle den Beiden unseren tiefen Dank aussprechen für die jahrelange, wunderbare Zusammenarbeit.
Wir wünschen Wolfgang und Caarina von Herzen alles Gute und Gottes Segen!

Sabine Neff , DNB Bundesgeschäftsführerin

Unser Thema beim „Zehn vor halb“ Online-Vortrag am Mittwoch, 18. Oktober um 19.20 mit Daniel Otmar

Faszien, dieses faszinierende Bindegewebe, das lange Zeit im Schatten des muskulären Systems stand, rückt immer mehr in den Fokus der Gesundheitsforschung und eröffnet uns bahnbrechende Einblicke in die komplexe Verbindung zwischen Körper, Emotion und Gesundheit. Haben Sie schon einmal erlebt, wie Sie nach intensivem faszialem Dehnen und der gezielten Anwendung von Faszienrollen das Gefühl hatten, Ihr Körper sei leicht wie eine Feder und geschmeidig wie nie zuvor? Doch schon am nächsten Tag scheinen sich die Faszien wieder zusammenzuziehen, und die mühsam gewonnene Beweglichkeit ist wie verflogen. Selbst nach einem entspannten Urlaub kehren die Verspannungen zurück. Warum ist das so? Welche Rolle spielen die Faszien in unserem Körper, und wie beeinflussen sie unser emotionales Wohlbefinden?

Der Schlüssel liegt in ihrer einzigartigen Fähigkeit, den gesamten Organismus zu vernetzen und eine innige Verbindung zwischen den verschiedenen Körpersystemen herzustellen. Sie verbinden nicht nur Knochen, Muskeln, Nerven, Gehirn, Blutgefäße, Organe, Zwerchfell und Haut, sondern bilden auch eine Art „lebendiges Netzwerk“, das den Informationsfluss im Körper reguliert und ihm Struktur, Stabilität und Beweglichkeit verleiht.

Faszien speichern emotionalen Ballast

Doch die Rolle der Faszien geht weit über die physische Ebene hinaus. Sie dienen nicht nur als mechanische Unterstützung, sondern reagieren auch auf psychische Einflüsse, insbesondere auf Stress. Unverarbeitete Emotionen wie Angst, Wut, Hilflosigkeit und traumatische Erlebnisse können sich im faszialen Gewebe regelrecht „verkapseln“ und dort lange Zeit gespeichert bleiben – vergleichbar mit einem Tagebuch, in dem unser Körper alle Erlebnisse archiviert. Kein Wunder also, dass sich immer häufiger Verspannungen, Schmerzen und Unwohlsein bemerkbar machen. Das Fasziengewebe fungiert hierbei als unser größtes Sinnesorgan und beherbergt auch die meisten Schmerzrezeptoren im Körper. Doch zum Glück haben wir die Möglichkeit, aktiv etwas für unsere Faszien und unser ganzheitliches Wohlbefinden zu tun. Neben dem Dehnen und dem Einsatz von Faszienrollen gibt es eine ganzheitliche Faszientherapie, die darauf abzielt, die in den Faszien gespeicherten Emotionen zu lösen und so zu mehr Beweglichkeit, innerer Balance und Gesundheit zu gelangen. Diese innovative Herangehensweise verblüfft mit erstaunlichen Ergebnissen: Nachdem eingelagerte Emotionen gelöst wurden, fühlt sich der Körper nicht nur geschmeidiger und flexibler an, sondern auch die Bewegungsfreiheit verbessert sich spürbar.

Faszientherapie für die Seele?

Die ganzheitliche Faszientherapie geht jedoch noch weiter und kann nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch die emotionale Balance positiv beeinflussen. Menschen berichten, dass sie plötzlich gelassener mit langjährigen Stresssituationen umgehen können, die Freude am Leben und an der Bewegung zurückkehrt und ihre geistige Klarheit gestärkt wird – ein wahrer Segen für die Gesundheit. Angesichts dieser bahnbrechenden Erkenntnisse über die faszinierende Verbindung zwischen Körper, Emotion und Gesundheit eröffnen sich neue Wege zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden. Indem wir uns bewusst mit unseren Faszien auseinandersetzen und sie gezielt behandeln, können wir eine neue Ebene der Gesundheit erreichen, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele einschließt. Die Zukunft der Faszientherapie verspricht faszinierende Entdeckungen und bietet uns die Möglichkeit, die Magie der Faszien für ein erfülltes und gesundes Leben zu nutzen. Tägliches genussvolles Räkeln und bewusstes Faszientraining im Alltag können uns auf diesem Weg unterstützen und uns zu einem neuen Verständnis von Körper, Emotion und Gesundheit führen. Die Zeit ist reif, den faszinierenden Faszien die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen, und die faszinierende Verbindung von Körper, Emotion und Gesundheit zu erkunden.

Daniel Otmar, Zertifizierter Faszientherapeut, Mental Trainer, Dozent Ausbildung „Naturheilkundeberater DNB“